So die neue Regelung des EU-Parlaments, welche am 23.04.2024 mit großer Mehrheit im Rahmen der Ökodesignverordnung diesen wichtigen Beschluss gefasst hat. Wird Fast Fashion damit bald der Geschichte angehören? Wohl erstmal nicht.

 

Jahr für Jahr werden Millionen Tonnen von neuer unverkaufter Kleidung und Accessoires einfach geschreddert und häufig verbrannt oder landen als Müll beispielsweise in der Atacama Wüste in Chile, wo sie das Ökosystem bedrohen. Das passiert auch mit Kleidung, Schuhen und Accessoires, die von Kunden an Brands zurückgeschickt wird.

Allein ein durchschnittlicher Konsument in Deutschland kauft nach Angaben des Bundesumweltministeriums im Schnitt 60 Kleidungsstücke im Jahr. Gerade durch den E-Commerce Handel hat sich der Absatz seit der Jahrtausendwende mehr als verdoppelt, weshalb die Textilindustrie für 10% des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich ist. Durch die extreme Zunahme von Ultra Fast Fashion  durch Brands wie Shein aus China, die längst Inditex (Dachmarke zu der Zara und Bershka unter anderem gehören) und H&M überholt haben, ergibt sich ein immer größeres Umweltproblem, da die Kleidungsstücke und Accessoires zu häufig von sehr schlechter Qualität sind und schnell im Müll landen und verbrannt werden, da sie nicht mal weiterverwertet werden können. Die Schäden für Umwelt und Mensch sind dabei extrem hoch. Überproduktion ist ein kalkuliertes Geschäftsmodell.

Mit der Ökodesignverordnung wird in der EU die Vernichtung von Neuware in 2 Jahren untersagt. Ausgenommen ist Re- und Upcycling. Für kleine Unternehmen gilt eine Übergangszeit von 6 Jahren. Das Ziel der Verordnung ist die Überproduktion einzuschränken. Aktuell werden jährlich 1/3 der produzierten Kleidungsstücke und Schuhe nicht verkauft. Wie das Ziel genau erreicht werden soll wird in der Verordnung nicht konkret beschrieben. Daher wird das Verbot eine Überproduktion weder beenden noch stoppen. Es fehlen klare Regeln, wie insbesondere Ultra Fast Fashion Unternehmen besser  kontrolliert werden können, um die Vernichtung von Neuware zu verhindern. Es bleibt daher die Hoffnung, dass bei den Modemarken in Europa, aber auch international durch diese Verordnung ein Umdenken stattfindet.

 

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